Weltgebetstag „Kommt! Bringt eure Last.“
Die Künsterin Gift Amarachi Ottah hat das Titelbild für den Weltgebetstag 2026 entworfen; Foto-Autor: © 2024 World Day of Prayer International Committee, Inc.
Prüm (red/ms) Christinnen und Christen aus über 150 Ländern dieser Erde halten am Freitag, 6. März 2026 ökumenische Gottesdienste anlässlich des Weltgebetstages.
Frauen aus Nigeria haben den Gottesdienst erarbeitet. In Prüm laden die Evangelisch freie Gemeinde (EfG) zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen Kirchengemeinde St. Maximin Prümer Land ab 18:00 Uhr in den Gondenbretter Weg 2 in das Gemeindezentrum der EfG ein.
Der Gottesdienst steht unter dem Leitmotiv „Kommt! Bringt eure Last!“ (angelehnt an Matthäus 11,28-30). Die Gottesdienstbesucher erfahren von der Situation von Christinnen und Christen in Nigeria und welchen großen Herausforderungen sie gegenüberstehen. Das gemeinsame Gebet für das Land steht im Mittelpunkt des Abends. Im Anschluss Austausch und Vertiefung bei einem Imbiss mit landestypischen Speisen und Getränken.
Ansprechpartner: Ariane Balter, Tel. 01575 8768970
Weitere Infos unter www.efg-pruem.de oder www.weltgebetstag.de.
Über Nigeria:
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.
In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.
Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.
Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen. Die Besucher hören die Stimmen aus Nigeria, lassen sich von deren Stärke inspirieren und bringen ihre eigenen Lasten vor Gott. Der Abend ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Jeder ist willkommen, wie er ist. „Kommt! Bringt eure Last.“
Quelle: Laura Forster, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e. V

